Welche Besonderheiten haben Glasfaserkabel?
Glasfaserkabel sind spezielle, aus Lichtleitern bestehende Kabel, die zur Übertragung von Lichtsignalen verwendet werden. Glasfaserkabel finden hauptsächlich in der Computer- und Netzwerktechnik Verwendung und werden in diesem Bereich für die Übertragung von sehr hohen Datenraten eingesetzt.
Die Kabel bestehen aus hochtransparenten Glasfasern, die wiederum aus drei Elementen zusammengesetzt sind. Die wichtigste Komponente ist der Kern. Er dient der Übertragung des Signals und ist von einem speziellen Mantel umgeben. Der Mantel besitzt eine wesentlich geringere Dichte als der Kern und führt die verlaufenden Strahlen. Geschützt werden Glasfasern durch eine spezielle Schutzbeschichtung, die unter anderem mechanische Beschädigungen verhindert. Die weiteren Ummantelungen dienen dem Kabelaufbau und schützen die Fasern zusätzlich. Übertragen wird Licht im infraroten sowie im ultravioletten Bereich.
Glasfaserkabel haben eine sehr geringe Größe und können leicht und kostengünstig verlegt werden. Mit diesen Kabeln können sehr hohe Datenraten schnell und sicher auch über größere Entfernungen übertragen werden. Die verwendeten Lichtwellenleiter bestehen entweder aus einem speziellen Mineralglas wie zum Beispiel Quarz- oder Kieselglas oder aus Kunststoff. Glasfaserkabel sind vollkommen abhörsicher und können durch äußere elektrische Störungen nicht negativ beeinflusst werden. Im Gegensatz zu Kupferkabeln benötigen Glasfaserkabel keine zusätzliche Erdung und können selbst in einem explosionsgefährdeten Umfeld verlegt werden. Glasfaserkabel werden in den meisten Fällen zur Übertragung für kurze oder mittlere Entfernungen bis zu 1000 Metern verwendet. Auch die Übertragung sehr großer Datenmengen über größere Distanzen bis zu 100 Kilometer ist mit einem LWL Kabel problemlos zu bewerkstelligen.
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