Einsatzgebiete für Lichtwellenleiter

Ein Lichtwellenleiter (LWL) ist ein spezielles mit Lichtleitern versehenes Kabel das zur Übertragung von Licht im infraroten oder ultravioletten Bereich dient. Diese Kabel sind je nach Anwendungsgebiet ausgelegt und mit Steckverbindern konfektioniert. Die Lichtwellenleiter bestehen entweder aus Mineralglas (Quarzglas/Kieselglas) oder aus einem organischen Glas wie zum Beispiel Kunststoff. Betrachtet man diese Kabel physikalisch, so handelt es sich um dielektrische Wellenleiter. Die Lichtwellenleiter bestehen aus hochtransparenten Glasfasern. Eine Faser besteht aus 3 verschiedenen Teilen. Zum einen aus dem Kern, zum anderen aus dem Mantel und aus einer speziellen Schutzbeschichtung. Der lichtführende Kern des Kabels dient zur Signalübertragung. Der Mantel umschließt den Kern und hat eine niedrigere Brechzahl als der Kern. Die äußere Beschichtung dient dem mechanischen Schutz.

Lichtwellenleiter kommen in der heutigen Zeit in zahlreichen Gebieten zum Einsatz. Im Bereich von Computernetzwerken werden Lichtwellenleiter in Form von Glasfaserkabeln für leitungsgebundene Kommunikationssysteme eingesetzt. Ein weiterer Einsatzzweck der Lichtwellenleiter ist die Übertragung von Energie, zum Beispiel in der Medizin bei einer Laserstrahlung. Auch in der Messtechnik und bei speziellen Thermometern kommen Lichtwellenleiter zum Einsatz. Das optische Signal eignet sich auch hervorragend für eine qualitativ hochwertige Übertragung von Audiosignalen. Das LWL Kabel eignet sich (je nach Fasertyp) für kurze bis mittlere oder auch weite Entfernungen von hunderten Kilometern.

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